Ratgeber Ausbildung & Beruf

Tipps und Fragen zum Berufseinstieg

Welche Abschlüsse kann ich an der Uni erzielen?

8.September 2011

Lernen für den Abschluss, Foto: f3tch_flickr

Die meisten Schüler die das Abitur erreicht haben wollen anschließend eine Universität oder Fachhochschule besuchen um dann zu studieren und auf dem Arbeitsmarkt eine bessere Qualifikation vorweisen zu können. So werde die Unis immer beliebter und haben von Jahr zu Jahr mit größeren Bewerberzahlen zu kämpfen.

Außerdem ist seit einigen Jahren gerade was die Abschlüsse betrifft eine großer Unterschied zu merken. So kann man zwar in verschiedenen Städten das gleiche studieren, jedoch nicht immer unbedingt mit dem gleichen Abschluss.

So gibt es unter anderem das Diplom. Dies hat meistens eine Regelstudienzeit von 8-10 Semester und ist durch ein Grundstudium und ein Hauptstudium gestaffelt. Dabei ist für das Hauptstudium ein Vordiplom Bedingung. Wenn der Student diese Studienart erfolgreich beendet erhält ein Diplomzeugnis. Kennzeichnend für diese Art von Studium ist außerdem, dass es zwischendurch keinerlei Prüfungen gibt, sondern sich dies ausschließlich auf das Vordiplom und die Diplomarbeit konzentriert.

Eine weitere Variante ist das Magister Artium. Bei diesem ist es auch so, dass man ein Grund- und ein Hauptstudium unterscheidet. Dabei gibt es dieses jedoch nur an Universitäten und kann nur in geistes- oder sozialwissenschaftlichen Fächern erworben werden. Kennzeichnend hierfür ist vor allem die freie Gestaltung des Stundenplans, da man an keinen vorgegeben gebunden ist und am Ende eine Magisterarbeit abgeben und diverse Prüfungen bestehen muss.

Die neuste Variante ist der Bachelor bzw. Master. So löst dieser nach und nach die veralteten Studiengänge Diplom und Magister ab, damit ein vereinheitlichtes System in Deutschland und der EU herrscht. Dies ermöglich Studenten einen leichteren Wechsel zwischen Universitäten ohne bereits absolvierte Prüfungen umsonst abgelegt zu haben. Nachteil der ganzen Sache ist, dass der Stoff ziemlich straff ist und man auch nicht viele Wahlmöglichkeiten bezüglich der Seminare hat, sodass es sehr an die Schulzeit erinnert.

Eine letzte Möglichkeit ist das Staatsexamen. Bei dem ist es so, dass am Ende ein Prüfungskommission vom Staat (und nicht von der Universität) gestellt wird. Dies hat mit der hohen Verantwortung zu tun die bei den absolvierten Studiengängen liegt, wie etwa bei Richtern, Lehrern oder Ärzten.

Wichtig bei der Bewerbung: Ehrlichkeit

5.September 2011

Laut einer aktuellen Studie,welche in Deutschland,Österreich und der Schweiz durchgeführt wurde, schummeln mehr als ein Drittel der Bewerbern in ihrem Bewerbungsgespräch.

Besonders drastisch sei es in der Schweiz mit den Sprachkenntnissen. Da das Land oft für seine Dreisprachigkeit bekannt ist, geben viele Bewerber in ihrem Lebenslauf an, dass sie mindestens zwei Sprachen fließend beherrschen würden. Testen die Rekrutierenden diese Kenntnisse dann, fällt meist auf, dass hier die Realität von den Angaben in der Bewerbung deutlich abweicht.

“Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, selbst wenn er dann die Wahrheit spricht! So lautet ein bekannter Spruch, welcher bis heute gilt. Deshalb gilt vor allem beim Bewerbungsgespräch die Regel “Ehrlich währt am längsten”. Sie sollten niemals übertreiben und schreiben, dass sie z.B. ein Team geleitet haben,wenn sie dies nie zuvor getan haben. Denn auch durch das Einholen von Referenzen bei der vorherigen Arbeitsstelle können Lügen schnell aufgedeckt werden.

Sollten sie angeben eine Fremdsprache fließend zu beherrschen, müssen sie auch darauf vorbereitet sein das Bewerbungsgespräch in dieser Sprache zu führen. Ihren Lebenslauf sollten sie auswendig können, um Kontrollfragen gewappnet zu sein.

Ein Tipp, was laut Personalberatern eine gute Lösung für den Lebenslauf und das Bewerbungsschreiben darstellt, ist das zu Schreiben,was auch der ehemalige Arbeitgeber über einen erzählen würde. Außerdem sollten sie alle von ihnen beherrschten und ausgeführten Tätigkeiten genau beschreiben.

Die dualen Studiengänge

24.August 2011

In Deutschland wird das Modell der dualen Studiengänger immer populärer, sodass es auch immer Universitäten und Fachhochschulen gibt, diese Möglichkeit anbieten. Um jedoch für sich selbst persönlich den richtigen Studiengang zu wählen, sollte man sich vorerst in der Theorie ein wenig belesen und feststellen welcher vier Typen einem am ehesten zusagt.

Wenn man das Abitur absolviert hat, sollte man sich zwischen dem ausbildungsintegrierenden und dem praxisintegrierenden Studiengang entscheiden. Der berufsintegrierende und der berufsbegleitende Studiengang richtig sich eher an Menschen, die eine berufliche Weiterbildung anstreben.

Beim Ausbildungsintergrierendem dualen Studiengang wird das Studium mit einer Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf kombiniert. Dort geschieht es, dass die Studienphasen und die Berufsausbildung nicht nur zeitlich, sondern auch inhaltlich miteinander verknüpft werden. Somit erhalten die Studenten nicht nur ihren Bachelor als Abschluss, sondern auch noch einen zweiten anerkannten Abschluss, nämlich den sie im Ausbildungsberuf erworben haben. Somit ist bei diesem Studiengang auch immer ein unterschriebener Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen Voraussetzung.

Beim Praxisintegrierenden dualen Studiengang handelt es sich um ein Studium, welches mit längeren Praxisphasen in Unternehmen oder einer beruflichen Teilzeittätigkeit gefüllt wird. Natürlich besteht auch hier zwischen der Praxis und dem Studium ein inhaltlicher Bezug. Um bei solch einem Studiengang immatrikuliert zu werden, bedarf es eines Arbeitsvertrages oder eines Praktikanten- oder Volontariatsvertrag mit einem Unternehmen.

Mit diesen Angeboten soll es Abiturienten ermöglich werden, trotz Studium eine praxisnahe Qualifikation zu erhalten. So ist immer wieder ein Kritikpunkt des normalen Studiums, dass man kaum praktisch in seinen späteren Beruf hineinschaut und somit nicht ausreichend vorbereitet wird. Gegen eine Ausbildung spricht jedoch für die meisten die Tatsache, dass der Beruf den man am Ende ausführen kann, einen recht geringen Stellenwert hat und man mit einer studierten Ausbildung um einiges mehr erreichen kann.

 

Der Ausbildungsabbruch

17.August 2011

Obwohl sich die meisten Jungendlichen viel Mühe bei der Auswahl der Ausbildung und des Ortes, an dem sie die Ausbildung absolvieren werden, machen, kommt es immer wieder vor, dass Auszubildende ihre Ausbildung abbrechen. Auch wenn sich die Ausbilder ebenso viel Mühe geben, eine Garantie ist das für eine erfolgsversprechende Zusammenarbeit nicht.

Die Mühe sollte jedoch nicht nach der Einstellung abbrechen, denn es kommt nicht selten vor, dass das Unternehmen und der Ausbildende aneinandergeraten. Wenn das passiert, sollte der Ausbildende das Gespräch mit dem Ausbilder suchen. Vielleicht liegen die Probleme in der falschen Kommunikationsweise. Sollten sie Probleme mit Ihrem Berufsschullehrer haben, suchen Sie ebenfalls das Gespräch. Hilfe erhalten Sie auch von den Ausbildungsberatern der Kammer oder dem Team der U25 sowie bei der Berufsberatung in der Agentur für Arbeit. Nicht immer traut man sich ein Gespräch mit dem Chef persönlich zu, deswegen ist es wichtig, dass Sie sich Hilfe holen. Die Berater in den oben genannten Stellen werden Ihnen helfen.

Manchmal hat ein Abbruch Ursachen im gesundheitlichen Bereich. Wenn Sie durch die Arbeit krank werden, weil Sie beispielsweise als Hairstylistin bestimmte Stoffe nicht vertragen, wenden Sie sich an das Team U25 oder auch and die Berufsberatung der Agentur für Arbeit. Dort können Sie mit den Beratern Ihr Problem besprechen und mit Ihnen im äußersten Fall nach geeigneteren Ausbildungsberufen suchen.

Sollten Sie Probleme in der Berufsschule haben, können Sie sich an die Agentur für Arbeit wenden. Hier gibt es spezielle Beratung und Betreuung von Sozialpädagogen. Es gibt zum dem Angebote mit zusätzlichem Stützunterricht.

Wenn Ihnen langsam aber deutlich klar wird, dass die Ausbildung nicht auf Ihren Interessen aufbaut, können Sie sich einen Termin beim Team U25 geben lassen oder mit dem Berufsberater der Agentur für Arbeit über Ihre Ideen und Interessen sprechen. Doch überlegen Sie gründlich, ob es sich nicht lohnt durchzuhalten und dann in einen anderen Bereich zu wechseln.

Die Ausbildungsbeihilfe

26.Juli 2011

Zusätzliche Förderung, Foto: univers beeldbank_flickr

Um Azubis zu unterstützen gibt es einige finanzielle Hilfen vom Staat. Eine Hilfe dabei ist die Ausbildungshilfe. Jedoch stellt sich dort die Frage, ob es sich um ein Darlehen oder einen Zuschuss handelt.

So will das Arbeitsförderungsgesetz im Sozialgesetzbuch III die Förderung von Ausbildungshilfe geregelt sehen. So wird diese Ausbildungshilfe als vollständiger Zuschuss oder als ein voll verzinsliches Bankdarlehen gewährleistet, was ganz individuell geregelt wird.

Durch diese Ausbildungsbeihilfe soll gewährleistet sein, dass jedem Menschen auch bei finanziellen Schwierigkeiten ein Ausbildungsplatz zur Verfügung steht und ihm somit die Möglichkeit der Ausbildung nicht aufgrund eines finanziellen Mangels verwehrt wird. Diese wird im übrigen durch die Agentur für Arbeit gezahlt und muss demnach auch dort beantragt werden. So wird durch diese Hilfe auch die berufliche Beweglichkeit, also die Flexibilität gesichert und verbessert.

Dadurch sollen die Prinzipien der Ausbildungsförderung durch Ausbildungsbeihilfe mit diesen Zielen verwirklicht werden, was auch schon im Grundgesetzt verankert ist. So soll eine Verwirklichung des Sozialstaatsprinzips, eine freie Entfaltung der Persönlichkeit und eine freie Berufswahl gewährleistet sein.

Seit 2008 gibt es eine höhere Ausbildungsbeihilfe. So werden diese auf bis zu 10 % angehoben, was mit den Änderungen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes begründet wird.

Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob sich ein Antrag auf diese Hilfe wirklich lohnt und wie viel er bekommen würde. Dies kann man im Internet ganz einfach mit Hilfe von einfachen Rechnern ermitteln, da diese anhand des Elterneinkommens und diverser weiterer Werte eine ungefähre Zahl angeben, die einem zustehen könnte.

Eine weitere Hilfe wäre dann noch die Leistungen zur Unterstützung der Beratung und Vermittlung, die Azubi vor allem vor seiner angetretenen Ausbildung nutzen kann. So sind diese aus Kosten anzurechnen wie beispielsweise Ausgaben für die Bewerbungsunterlagen oder für Fahrten zu Vorstellungsgesprächen.

 

Der erste Tag in der Ausbildung

12.Juli 2011
Erster Tag der Ausbildung, Foto von ME-Arbeitgeber/flickr.com

Erster Tag der Ausbildung, Foto von ME-Arbeitgeber/flickr.com

Vor allem vor dem ersten Ausbildungstag ist man meist sehr aufgeregt, ist voller Erwartungen und gleichzeitig hat man ein flaues Gefühl im Magen. Das ist nichts unnatürliches denn immerhin kommt ein ganz schöner Schwung an neuen Ein drücken auf einen zu.

Zu Beginn der Ausbildung ist es normal, dass man sich etwas überrollt vorkommt. Immerhin lernt man viele neue Gesichter kennen und blickt auch zum ersten Mal in den beruf hinein den man in den nächsten Monaten erlernen wird. Wichtig ist bei sämtlichen Erklärungen genau zuzuhören, und bei Unsicherheit lieber noch ein Mal nach zu Fragen bevor man doch einen Fehler begeht. Fragen kostet nämlich nichts, und ist auch außerdem nichts störendes. Denn wer Fragen stellt bringt sich ins Gespräch und zeigt außerdem zunehmend Interesse.

Oberste Priorität hat natürlich auch immer die eigene Freundlichkeit und Präsenz. Denn wer nicht freundlich ist und ein in sich eingeschlossenes Erscheinungsbild hat kommt sicher nicht sonderlich gut an.

Wichtig ist wohl auch dass man sich selbst nicht verrückt machen sollte, denn immerhin musste jeder erst einmal seinen Beruf erlernen und ist noch nicht als Profi geboren worden. Deswegen befindet man sich ja auch in der Ausbildung und wird nicht sofort eingestellt. es sollte einfach nur der Fall sein dass man stets eine angemessene Haltung einnimmt und nicht lustlos erscheint, dass macht dann nämlich schnell den Eindruck als ob ob man die Ausbildung gar nicht machen will.

Für den ersten Arbeitstag ist es auf jeden Fall wichtig dass man ein gepflegtes Auftreten an den Tag legt und auch die Arbeitsmaterialien dabei hat die man benötigt. Gut ist auch immer etwas zu schreiben um sich Notizen machen zu können.

 

Der Lebenslauf

7.Juli 2011

Beispiel Lebenslauf, Foto: anna leopolder_flickr

Das gesamte Leben auf zwei Seiten zusammengefasst und damit bestechen. Der tabellarische Lebenslauf ist der wichtigste Teil einer Bewerbung und soll möglichen Arbeitgebern einen Einblick in die bisherigen Lebenstage verschaffen.

Auch Curriculum Vitae genannt, fasst der Lebenslauf alle Fakten über Fähigkeiten und Qualifikationen des Bewerbers übersichtlich zusammen. Deshalb ist eine gute Struktur beim Erstellen des Blatter besonders wichtig, da es praktisch als Visitenkarte ausschlaggebend für den weiteren Werdegang ist.

Unter das Deckblatt mit Passbild und vor die Zeugnisse, kommt der Lebenslauf. Gibt es kein Deckblatt, wird er selbst mit einem Foto, meist oben rechts auf der Seite, versehen. Um in dem Haufen der Bewerbungsmappen nicht unterzugehen, ist es wichtig, bei der Gestaltung des Lebenslaufes ein wenig Kreativität und Einfallsreichtum zu beweisen. Das lässt die Mappe nicht nur hervor- und sogar bestechen, sondern sagt auch ein wenig über Motivation und Fähigkeiten aus. Dennoch gilt: Weniger ist mehr. Und auch bei individueller Gestaltung sollte auf ein einheitliches Gesamtpaket geachtet werden.

Weiterhin darf der Lebenslauf ruhig auf das jeweilige Unternehmen abgestimmt sein und muss vor allem die Informationen deutlich machen, die für den angstrebten Beruf von Bedeutung sind. Aktuelles Datum und persönliche Unterschrift dürfen nie fehlen! So viel man auch erlebt haben mag, ein Lebenslauf sollte einen Umfang von drei Seiten niemals überschreiten. Kurze, präzise Formulierungen sind gefragt, die meist schon auf einer Seite zusammengefasst werden können.

Wer bin ich? Was will ich? Was zeichnet mit aus. Begonnen wird mit den persönlichen Angaben über Name, Alter ect. Für gewöhnlich wird der Curriculum Vitae sowohl thematisch als auch chronologisch geordnet verfasst. Je nachdem, wieviel Erfahrung und Leben schon hinter einem liegen, fängt man hier mit Ausbildung oder Arbeitserfahrung an. Weitere Gebiete können Sprach- und Computerkenntnisse sein oder auch Auslandserfahrungen und Hobbies. Hat man gerade erst die Schule abgeschlossen, sollten die wichtigsten Daten dieses Weges angegeben werden mit Name, Jahr und Abschluss. Damit die Informationsliste in diesem Fall nicht zu spärlich ausfällt, können praktische Tätigkeiten wie Praktika, Auslandsaufenthalte oder Nebenjobs mit angegeben werden.

Manche Angaben allerdings müssen nicht zwingend gemacht werden. Dazu gehören der Beruf der Eltern, Konfession und Staatsangehörigkeit, es sei denn, der Bewerber besitzt nicht die deutsche oder eine doppelte Staatsangehörigkeit. Wenn bestimmte Daten von Vorteil sein könnten, sollte man diese natürlich ruhig erwähnen.

Wenn es sich nicht um eine gemeldete Schwerstbehinderung handelt, sollten Informationen über Krankheiten gemieden werden. In Anbetracht der Tatsache, dass bei solchen Informationen die EInstellungsaussichten oft gering sind, darf auch eine Schwangerschaft verschwiegen werden. Das gleiche gilt für bereits geborene Kinder.

Die Lücken im Lebenslauf sollten jedoch von Beginn an erhlich behandelt werden, da sie spätestens beim Bewerbungsgespräch zur Sprache kommen werden.

Das Gehalt während der Ausbildung

6.Juli 2011

Ausbildungsgehalt, Foto: tamaki_flickr

Die 10. Klasse beendet oder das Abitur in der Tasche. Nun beginnt für viele „das ernste Leben“: die Ausbildung. Wenn diese dual abläuft, also in einem Betrieb und in der Berufsschule, dann steht einem die sogenannte Ausbildungsvergütung zu. Das ist die offizielle Bezeichnung für das Gehalt eines Auszubildenden.

Normalerweise gelten für die meisten Ausbildungsbetriebe Tarifverträge. Sollte es diesen an deinem Arbeitsplatz nicht geben, so steht dir dennoch ein Lohn in Höhe von mindestens 80% des im Tarifvertrag gehandelten Satzes zu. Ob es für deinen Ausbildungsplatz Tarifverträge gibt oder nicht, kannst du bei der zuständigen Gewerkschaft erfragen. Dort wird man dich kompetent und zuverlässig beraten. Du hast sogar die Möglichkeit, bereits als Azubi in die Gewerkschaft einzutreten. Dann übernimmt diese zum Beispiel das Einklagen fälliger Löhne für dich. Der meist geringe Mitgliedsbeitrag lohnt sich also!

Es ist vom Gesetzgeber vorgesehen, dass dir dein Gehalt vor Ablauf des Monats gezahlt werden muss. Dafür ist es wichtig, dass du ein Girokonto besitzt, auf welches das Geld transferiert werden kann- bar wird nämlich in den seltensten Fällen ausgezahlt. Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass du doch bar ausgezahlt wirst, so lass dir dies stets schriftlich bestätigen, um späteren Missverständnissen vorzubeugen. Außerdem musst du prüfen, ob dein Ausbilder wirklich Lohnsteuer und Sozialversicherung für dich zahlt, ansonsten handelt es sich um Schwarzarbeit. Wenn dir so etwas auffällt, musst du dir dringend rechtlichen Beistand suchen. Der Ausbilder kann dir bis zu 75 % der Vergütung als Sachmittel aushändigen, zum Beispiel in Form von Wohnraum oder Lebensmitteln. Dies geht aber nur, wenn er dein Einverständnis hat.

Auch, wenn es dir vielleicht manchmal nicht so vorkommt und du dich selbst als „kleinen Fisch“ siehst: du hast als Auszubildender oder Auszubildende eine Menge Rechte. Wenn dir auffällt, dass diese in irgendeiner Form missachtet werden, sammle Beweise dafür und bringe diese bei einem Anwalt oder der Gewerkschaft vor.

Das digitale Berichtsheft

30.Juni 2011

Digital, Quelle: Gerd Altmann / pixelio.de

Das Führen eines Berichtsheftes während einer Ausbildung ist obligatorisch. Kein Azubi kommt darum herum. Denn es dient als Ausbildungsnachweis und muss bei der Zwischen-oder Abschlussprüfung vorgelegt werden.

Der Betrieb, in dem die Ausbildung durchgeführt wird, ist verpflichtet seinem Auszubildenden das Berichtsheft zur Verfügung zu stellen und dessen korrekte Führung zu überwachen.Dafür müssen die Berichte regelmäßig gelesen und abgezeichnet werden.

Doch wie oft ist es schon vorgekommen,dass das Berichtsheft mit Cola-oder Fettflecken abgegeben wurde, oder sogar verloren ging.

Abhilfe soll das digitale Berichtsheft schaffen. Viele Betriebe nutzen inzwischen das digitale Berichtsheft, wobei die Eingabe der Tages-oder Wochenberichte über eine spezielle Maske im Pc geschieht.

Bei manchen Softwares ist es sogar möglich Fotos einzufügen. Die Industrie-und Handelskammer zum Beispiel, bietet ihren ausbildenden Betrieben einen kostenlosen Download an.

mit dem digitalen Berichtsheft, gehören zerfledderte Papierseiten,Tintenflecke und eine kaum lesbare Schrift der Vergangenheit an. Manche Programme bieten sogar die Möglichkeit die Berichte an den Ausbilder zu schicken, der sie dann im PC abzeichnen kann.

Bei der Zwischen-oder Abschlussprüfung müssen alle Berichte dann nur einmal ausgedruckt und zusammengeheftet werden und es gibt auch keinen Stress bei der zuständigen Kammer.

 

Das Arbeitszeugnis

29.Juni 2011

Arbeitszeugnis, Quelle: Gerd Altmann / pixelio.de

Wenn wir den Job wechseln oder ein Praktikum beendet haben erhalten wir für uunsere Tätigkeit im Unternehmen ein Arbeitszeugnis. Dieses Zeugnis kann bei Bedarf beim neuen Arbeitgeber eingereicht werden. Das Arbeitszeugnis beschreibt außerdem wie gut man sich im Unternehmen eingebracht hat und ob die Arbeit zufriedenstellend erledigt wurde.

Dabei muss beachtet werden dass es nicht so einfach ist ein Arbeitszeugnis richtig zu lesen und zu verstehen. Es gibt viele Interpretationsmöglichkeiten doch einzelne Ausdrücke bleiben fester Bestandteil des Textes. Das Zeugnis gibt dem Arbeitnehmer durch Worte eine Note, diese Note wird anhand der verwendeten Ausdrücke festgemacht. Der Gesamteindruck des Textes vermittelt dann ein übersichtliches Bild.

Die Ausdrücke orientieren sich vor allem an den Temporaladverben die im Text verwendet wurden. Auch die Steigerungsform spielt eine entscheidende Rolle. Letzten Endes werden Kriterien wie Fachwissen, Bildungsbereitschaft, Arbeitserfolg und Moral gemessen. Auch besondere Leistungen werden hervorgehoben. Ein immer wichtigerer Part wir zu dem vom Sozialverhalten des Angestellten eingenommen.

Für einen sehr guten Erfolg im beruf werden Ausdrücke wie, “stets sehr erfolgreich”, oder “überaus motiviert” verwende. Gute Erfolge werden dann im Vergleich dazu mit “stets erfolgreich” und  “immer motiviert” betitelt. Nach diesem Schema wird ein solches Zeugnis aufgebaut und geschrieben. Schlechtere Zeugnisse sind demnach immer etwas einfacher gestrickt.

Zu merken ist dass ein individuell geschriebenes Zeugnis immer mehr ins Gewicht fällt als ein allgemeines, unpersönliches. In der Regel sollte darauf geachtet werden dass das Zeugnis nicht missverständlich erstellt wird. Denn das Problem ist dass viele Arbeitgeber es gut meinen, aber das nicht so in Worte fassen können da sie die Regeln die zum Auffsetzen eines Arbeitszeugnisses gelten nicht kennen und somit die Leistung ihres Mitarbeiters nicht sehr gut darstellen.